Sozialstrom bei der Energieversorgung
vzbv-Vorstand Billen begrüßt Sozialtarife für Stromkunden

17.01.2008 - Der Vorschlag von Bundesumweltminister Gabriel, sozial schwächeren Verbrauchern vergünstigte Sozialtarife anzubieten, wird vom Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes ausdrücklich unterstützt. Gerd Billen: "Endlich ist die soziale Dimension der hohen und steigenden Energiepreise bei der Politik angekommen." Denn gerade Geringverdiener leiden unter dem starken Anstieg der Strompreise.

Wiederholte Preissteigerungen bei gleichzeitigen explodierenden Gewinnen seien ein sozialer Skandal, der nicht länger hingenommen werden könne. Die Sozialtarife müssen daher aus den hohen Gewinnen der Stromkonzerne finanziert werden. Keinesfalls dürften die Mehrkosten auf die Gesamtheit der Verbraucher umgelegt werden. Die Strompreise sind insgesamt zu hoch, da der Wettbewerb nach wie vor unzureichend funktioniere.

Angesichts der stark gestiegenen Energiepreise hatte Minister Gabriel die Versorger aufgefordert, flächendeckend und dauerhaft einen Sozialtarif anzubieten. Denn in einem so reichen Land wie Deutschland darf es keine Energie- oder Brennstoffarmut geben, so der SPD-Politiker in einer Regierungserklärung im Bundestag. Solche Sozialtarife würden bereits von einzelnen Regionalgesellschaften des Versorgers E.ON angeboten, allerdings nur befristet und begrenzt. Hier müssten weitere Schritte folgen, forderte Gabriel.

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)