Gefährlicher Körperschmuggel

Zöllner nehmen Westafrikaner mit 62 Bodypacks Kokain im Körper am Hamburger Flughafen fest

Mit Kokain gefüllter Bodypack

Hamburg, 02. September 2008 - Der 32-jährige Mann mit portugiesischem Ausweis kam bereits am 25. August 2008 spät abends mit der letzten Maschine aus Lissabon über Amsterdam am Hamburger Flughafen an. Als er nur mit leichtem Handgepäck schnell die Ankunftshalle verlassen wollte, sprachen ihn die Zöllner der Überwachungsgruppe des Zollamts Hamburg-Flughafen an und kontrollierten ihn. Das mitgeführte Gepäck enthielt nichts Verdächtiges.

Da der Reisende bei der Kontrolle zunehmend nervöser wurde, musste er sich Drogenschnelltests unterziehen, die dann auch positiv ausfielen. Die anschließende Röntgenuntersuchung in der Asklepios-Klinik Barmbek ergab, dass der Beschuldigte 62 Bodypacks geschluckt hatte, wovon er unter ärztlicher Aufsicht ziemlich schnell 61 Behältnisse, die jeweils etwas mehr als 10 Gramm Kokain enthielten, wieder ausgeschieden hatte.

Das letzte Behältnis steckte bis zum vergangenen Wochenende im Körper fest und kam erst kurz vor der bevorstehenden Notoperation auf natürlichem Wege zum Vorschein. Wäre das Behältnis im Körper geplatzt, hätte das den Tod des Schmugglers zur Folge gehabt.
Gegen den Beschuldigten wurde noch im Krankenhaus Haftbefehl erlassen. Er befindet sich jetzt im Untersuchungsgefängnis.
Insgesamt wurden bei dem Westafrikaner 700 Gramm Kokain mit einem Schwarzmarktwert von annähernd 35.000 Euro gefunden.

Die Ermittlungen des Zollfahndungsamtes Hamburg dauern an.

Quelle: zoll.de